Egnos bedeutet European Geostationary Navigation Overlay Service und wird das amerikanische Satellitennavigationssystem GPS ergänzen bzw. verbessern. Bei GPS ist kann die Position auf nur 10 Meter genau festgestellt werden, mit Egnos lässt sich die Position auf bis zu 2 Meter genau bestimmen.

Egnos deckt fast alle europäischen Staaten ab und umfasst drei Satelliten und ein Bodennetz von 40 Ortungsstationen und vier Kontrollzentren.

Egnos ist allerdings nur ein Vorbote von Galileo, das europäische Satellitennavigationssystem soll spätestens 2014 in Betrieb gehen. Zum Vergleich Galileo hat in der Endausbaustufe 30 Satelliten zur Verfügung.

Nach Finanzierungsproblemen und Streit in der EU über Galileo hält man trotzdem an dem Ziel fest das rein zivile europäische Galileo Navigationssystem soll 2013 voll funktionsfähig sein. Und damit wären wir im EU Raum endlich unabhängig vom amerikanischen GPS System. Das amerikanische System soll ja bereits 2010 Probleme wegen alter Satelliten bekommen.

Militärisch genutzte Systeme wie die US-Variante GPS oder das russische Glonass können aus Sicherheitsgründen teilweise für die zivile Nutzung gesperrt werden. Galileo wird mit GPS und Glonass kompatibel sein. Ein weiterer Vorteil für Galileo ist die Genauigkeit denn mit Galileo wird es möglich sein bis auf zwei Meter genau zu bestimmen wo sich ein Wagen oder ähnliches befindet. Jeder Punkt der Erde wird von insgesamt 4 Satelliten erfasst werden. Insgesamt werden 30 Satelliten für Galileo benötigt. Bis jetzt sind 2 Satelliten im Orbit, Giove-A und Giove-B. 2010 sollte doch einiges weitergehen so sollen weitere 2 ins All geschossen werden und der Probebetrieb könnte starten.

Giove B feiert seinen ersten Geburtstag im Orbit, Giove B ist der 2 Satellit der für das Galileo Navigationssystem ins All geschossen wurde. Giove B wiegt 500 Kilogram und wurde von Astrium im Aufgrag der ESA hergestellt.

Giove B wurde am 27.April 2008 vom kasachischen Baikonur in die Erdumlaufbahn geschossen. Im Juli 2008 wurde der Satellit für vollständig betriebsbereit.

Seitdem hat GIOVE-B Navigationstestsignale an Bodenstationen auf der ganzen Erde gefunkt, die Ingenieuren und Forschern eine Langzeit-Messung der Signalqualität ermöglichen. GIOVE-B nutzt als erster Satellit im All den Modulationsstandard MBOC (Multiplexed Binary Offset Carrier) zur Signalübertragung.

Dieser Standard ist für den Einsatz von Galileo notwendig.

Das amerikanische Global Positioning System kurz GPS genannt wird ab 2010 nicht mehr 100 Prozent funktionstüchtig sein.  Fast jeder Autofahrer heute nutzt GPS, und es ist nur schwer vorzustellen das man ohne Navigationssystem auskommen muss. Genau dieses Fiasko droht da Galileo erst 2012-2013 fertig wird und die Amerikaner ihre Satelliten nicht früh genug ausgetauscht haben. Denn etliche GPS Satelliten erreichen 2010 das Ende ihrer Lebensdauer und müssen ausgetauscht werden, um die vollständige Funktionsfähigkeit von GPS zu gewährleisten. Mit 3 Jahren verspätung wurden im November 2008 die ersten neuen Satelliten ins All geschossen, leider viel zu spät.

Sollte es der Air Force aber nicht gelingen, die erforderliche Anzahl von Satelliten frühzeitig zu erneuern, so könnte dies sowohl militärische als auch private Nutzer betreffen.

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