Am 13. November 2006 informierten die MarineSoft Entwicklungs- und Logistikgesellschaft mbH und die Reederei Scandlines an Bord des Fährschiffes „Mecklenburg-Vorpommern“ über den aktuellen Forschungsstand zu innovativen Anwendungen des künftigen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo.
Das neuartige Satellitennavigationssystem soll voraussichtlich ab 2012 in den Betrieb gehen und das herkömmliche GPS an Präzision übertreffen sowie weitere innovative Anwendungen in der See- und Hafenwirtschaft ermöglichen.
Bevor die 30 Galileo-Satelliten in den Orbit gehen, müssen zunächst wichtige Daten erfasst und zukünftige Anwendungen in der Praxis erprobt werden. So wird u.a. im Zuge der umfassenden Forschungs- und Erprobungsarbeiten im Rostocker Hafen ein aus sechs Sendern bestehendes Testbett mit dem Namen „SeaGate“ aufgebaut, um Galileo-Signale zu simulieren. Ziel ist es, den Anwendern hochgenaue Satellitennavigationssignale zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Korrektheit, Störanfälligkeit und Nutzbarkeit der übertragenen Signale zu erproben.
Die Reederei Scandlines unterstützt als bisher einzige deutsche Fährreederei die Entwicklung der maritimen Anwendungsmöglichkeiten des Galileo-Systems. In der Versuchsphase stellt Scandlines das FS „Mecklenburg-Vorpommern“ als Forschungsschiff zur Verfügung. Die Scandlines-Fähre soll u.a. mit zwei Empfängern für die Galileo-Signale ausgerüstet werden, um Vergleichsdaten von Galileo und GPS über einen längeren Zeitraum zu sammeln und auszuwerten.



















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