Italien verhindert Machtübernahme Frankreichs bei Galileo

class="schwarz-11-14">Das Herstellerkonsortium zum Bau der Galileo-Navigationssatelliten hat eine neue Gesellschafterstruktur. Die italienische Finmeccanica SpA ist jetzt direkt mit 19% an dem bislang als Galileo Industries firmierenden Konsortium beteiligt, bestätigte ein Firmensprecher in München der “Financial Times Deutschland” (FTD, Dienstagausgabe).

Mit der Neuordnung sei verhindert worden, dass die Franzosen durch den angekündigten Zusammenschluss der Satellitenbausparten von Alcatel und Thales die Mehrheit an Galileo Industries übernommen hätten. Wie die Zeitung aus Branchenkreisen erfuhr, gab es in Italien und Deutschland Bedenken gegen eine Vorherrschaft der Franzosen. Nach der Neuordnung bleibe EADS Astrium mit den vor allem in Deutschland angesiedelten Satellitenbauaktivitäten mit 38% größter Einzelgesellschafter.

Das Herstellerkonsortium soll neben vier Satelliten zum Grundaufbau weitere 26 Satelliten für das europäische Navigationssystem liefern. Allein die Kosten für den Bau und Betrieb der 26 Satelliten werden auf 2,5 Mrd EUR geschätzt. Das Projekt Galileo ist von mehrjährigen Verzögerungen und Kostensteigerungen geprägt.[faz.net]

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