Galileo wird bei der weltweiten Rettungssuche helfen

Das geplante Satellitennavigationssystem Galileo soll auch für den Empfang von Notfunkbaken und der Weiterleitung der Signale an Such- und Hilfsorganisationen dienen. Das geht aus einer Mitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA hervor. Die Galileo-Satelliten sollen mit dafür geeigneten Transpondern bestückt werden. Über einen in bisherigen Systemen nicht vorhandenen Rückkanal sollen Menschen in Not benachrichtigt werden, dass ihr Signal angekommen und Hilfe unterwegs ist. Repräsentanten des Galileo-Projekts nehmen am jährlichen Treffen von COSPAS-SARSAT teil, dem internationalen Programm für satellitengestützte Suche und Rettung. COSPAS-SARSAT unterhält geostationäre und Satelliten in erdnahem Orbit. Letztere sind in der Lage, Notrufsignale zu orten, indem sie beim Vorbeiflug den Doppler-Effekt nutzen. Allerdings könne es Verzögerungen dadurch geben, dass diese Satelliten jeweils nur einen Ausschnitt der Erdoberfläche erfassen und die Signale nur weiterleiten können, wenn sie in Reichweite einer Erdfunktstelle kommen, erläutert die ESA.

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