Galileo geht 2013 in Betrieb

Mit großer Mehrheit stimmte das EU-Parlament am Mittwoch dem Aufbau des 3,4 Milliarden Euro teuren europäische Satellitennavigationssystem Galileo zu. Die neue Verordnung legt Sicherheitsanforderungen und Ausschreibungsregeln fest. Bis 2013 soll Galileo damit betriebsbereit sein. Galileo werde sehr viel effizienter sein als das US-System GPS, betonte Verkehrskommissar Jacques Barrot.

Kommenden Sonntag knapp nach Mitternacht werde der Galileo-Satellit GIOVE-B (”Galileo in Orbit Validation Element”) von einer Sojus-Rakete von Baikonur in Kasachstan abgeschossen. Nach sieben Stunden werde der Satellit in der Umlaufbahn sein und von Italien aus gesteuert werden, sagte Barrot. GIOVE-B soll leistungsfähiger als sein Vorgänger GIOVE-A, der schon seit 28. Dezember 2005 im All kreist, sein.

Eine neue Verordnung legt Regeln für die Auftragsvergabe fest. Die Infrastruktur für Galileo soll in sechs Hauptarbeitspaketen aufgeteilt werden. Diese sind systemtechnische Unterstützung, Fertigstellung der Missionsinfrastruktur am Boden, Fertigstellung der Infrastruktur für Bodenkontrolle, Satelliten, Starteinrichtungen und Betrieb. Alle Pakete werden innerhalb eines einzigen Verfahrens ausgeschrieben. Mindestens 40 Prozent des Gesamtwertes der Tätigkeiten soll an Zulieferbetriebe vergeben werden, die nicht zu den Auftragnehmern der Hauptarbeitspakete gehören. Dadurch erhofft sich auch Österreich Aufträge. Insgesamt soll Galileo zur Schaffung von 140.000 Arbeitsplätzen beitragen.

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