Archive for Juli, 2007

Galileo und GPS kooperieren

Montag, Juli 16th, 2007

Das EU-Satellitenprojektes Galileo soll die gleiche Trägerfrequenz nutzen wie das US-System GPS, um zusammen mehr Infos zu liefern.  
  Über die Nutzung der gleichen Trägerfrequenz soll für den Empfang der Infos beider Systeme ein Gerät ausreichen, so ein Sprecher der US-Regierung.

Der Empfänger soll dann, je nach Ausstattung, beide Quellen nutzen können, um daraus möglichst akkurate Informationen herausarbeiten zu können.
Ein entsprechendes Abkommen ist bereits ausverhandelt und unterschriftsreif. Die USA erwarten die Besiegelung bereits diese Woche, ein EU-Sprecher wollte das jedoch nicht bestätigen.

Mit Galileo will die EU dem US-System GPS eigentlich Konkurrenz machen. 30 Satelliten sollen metergenaue Ortsbestimmungen für Autos, Schiffe und Flugzeuge ermöglichen.

Die EU erhofft sich ein großes Interesse, etwa durch Fluggesellschaften, Reedereien und die Landwirtschaft und damit mehr Arbeitsplätze.
[Quelle]

Zündende Ideen für Galileo gesucht

Freitag, Juli 13th, 2007

München (DK) Die Satelliten navigation entwickelt sich immer mehr zum Wachstumsmotor des 21. Jahrhunderts. Mit einem Ideenwettbewerb, der gestern in München vorgestellt wurde, sollen attraktive Anwendungen und innovative Dienstleistungen rund um diese Hochtechnologie vorangetrieben werden.

Die bereits zum vierten Mal ausgeschriebene “European Satellite Navigation Competition” wendet sich an Existenzgründer, Forschungseinrichtungen und kleine Mittelständler. Deren zündende Ideen sollen sich zwar im Idealfall auf das künftige europäische Satellitennavigationssystem Galileo beziehen, weswegen der Preis bisher “Galileo Masters” hieß. Die Neuentwicklungen können aber auch auf das bestehende GPS-System konzipiert sein.
In der Satellitennavigation steckt ein gigantisches wirtschaftliches Potenzial. Eine Studie der EU spricht von 300 Mrd.  Umsatz und 150 000 neuen Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020. Allein in Deutschland seien voriges Jahr drei Millionen mobile “Navis” verkauft worden, so der Chef des Anwendungszentrums Oberpfaffenhofen (AZO), Thorsten Rudolph. Im Jahr 2010 oder 2011 könne es weltweit bereits eine Milliarde Handys geben, die mit einem GPS- oder Galileo-Chip ausgestattet seien. Zugleich eröffne sich eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten. Der europaweite Wettbewerb soll möglichst vielen davon zum kommerziellen Durch?bruch verhelfen.

Bis 31. Juli läuft noch die Anmeldefrist für den Wettbewerb. Den Gewinnern, die während der Computermesse “Systems” im Oktober in München geehrt werden, winken umfangreiche Hilfestellungen bei der Realisierung ihres Projekts bis hin zur Marktreife.

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Neuer Rückschlag für Galileo

Sonntag, Juli 8th, 2007

Der geplante Aufbau des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo aus Steuermitteln droht zu scheitern. Entgegen dem am Wochenende verbreiteten Eindruck einer Einigung lehnen Großbritannien und die Niederlande eine staatliche Finanzierung von Galileo ab.

Wir glauben, dass eine öffentliche Beschaffung des Galileo-Systems die langfristigen Kosten unter dem Strich wahrscheinlich erhöht statt reduziert und dass sie zudem die Risiken für den EU-Haushalt erhöht“, heißt es in einer vertraulichen Stellungnahme der beiden Länder, die dem Handelsblatt vorliegt. Zugleich warnen London und Den Haag davor, dass andere Projekte leiden dürften, wenn Galileo mehr öffentliches Geld benötige. Beide Länder verweisen darauf, dass große Infrastrukturprojekte wie Galileo in öffentlich-privater Partnerschaft (PPP) erstellt werden, da dies am wirtschaftlichsten sei.

Die EU-Verkehrsminister unter Leitung des deutschen Ressortchefs Wolfgang Tiefensee haben daher am Freitag in Luxemburg die Entscheidung über die Steuerfinanzierung auf den Herbst verschoben. Damit gerät das wichtigste Weltraumvorhaben der EU immer stärker in die Krise. Es sei „nicht auszuschließen, dass es zu keiner Einigung kommt und dass das Projekt scheitert“, räumte Tiefensee ein.
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