Archive for Januar, 2007

Kongress und Ausstellung in München als Zentrum der europäischen Satellitennavigation

Mittwoch, Januar 17th, 2007

Munich Satellite Navigation Summit, 6. bis 8. März 2007

Die Spitzen der internationalen Satelliten-Navigations-Gemeinde versammeln sich vom 6. bis 8. März 2007 beim Munich Satellite Navigation Summit. Drei Tage lang diskutieren Unternehmer, Wissenschaftler und Politiker in der Münchner Residenz über aktuelle Entwicklungen der Satellitennavigation und politische Weichenstellungen. Das Institut für Geodäsie und Navigation der Münchner Bundeswehr-Universität als Veranstalter rückt wie bereits im vergangenen Jahr das Sat-Nav-Projekt Galileo als einen Schwerpunkt ins Zentrum der Betrachtungen.

Unter anderem erörtern die Experten Chancen und Notwendigkeit einer frühzeitigen Entwicklung von Galileo-Anwendungen zur Vorbereitung auf den Start des Systems im Jahr 2011. Aber auch die Modernisierung des amerikanischen GPS sowie ein Bericht des deutschen Astronauten Thomas Reiter von seinem sechsmonatigen Aufenthalt auf der internationalen Raumstation ISS stehen auf dem Programm.

Parallel zum Kongress stellen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf einer exquisiten Messe in der Münchner Residenz ihre jüngsten Entwicklungen zur Satellitennavigation vor. Aussteller sind unter anderem EADS Astrium, das Galileo-Entwicklungsunternehmen European Satellite Navigation Industries und das Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (ISS). Mit dabei ist auch Invest in Bavaria. Die zentrale Stelle für Ansiedlungsbetreuung und Standortmarketing des Bayerischen Wirtschaftsministeriums wirbt für Bayern als Zentrum der europäischen Satellitennavigation und bietet Unternehmen aus der jungen Branche Unterstützung und Informationen bei der Ansiedlung im Freistaat an.

Ansprechpartner:

Herr Dr. Markus Wittmann
E-Mail: info@invest-in-bavaria.de
Telefon: 089/2162-2642

Hessische Firmen präsentieren erste Geschäftsideen für Galileo

Montag, Januar 15th, 2007

Das geplante europäische Navigationssystem Galileo, das ab 2011 Positionen auf der Erde metergenau erfassbar machen wird, soll weit über die Verkehrsanwendung hinaus nutzbar gemacht werden.

Das Centrum für Satellitennavigation Hessen (Cesah) hat dazu am Donnerstag im Darmstädter Esa-Satellitenkontrollzentrum erste vielversprechende Anwendungen vorgestellt. Dazu gehört eine satellitengestützte Flutwarnung, ein interaktiver Reiseführer für die documenta in Kassel sowie eine Softwareplattform zur Erfassung und zum Austausch von Geodaten auf mobilen Endgeräten. Die Anwendungen manchen sich zu Nutze, dass das Galileo-System um ein Vielfaches genauer ist als das derzeit nutzbare amerikanische Global Positioning System (GPS).

So hat die Darmstädter Firma Eeta_max space den Prototypen des so genannten „G-WaLe-Systems“ (Galileo Supported Measurement of Water Level) vorgestellt, das in Flut gefährdeten Gebieten vor steigenden Wasserpegeln warnen soll. Das System verfügt über eine Reihe von mobilen, schwimmenden Galileo-Empfängern, mit denen Abweichungen des Wasserpegels erfasst werden können. Sobald der Wasserpegel kritisch wird, alarmiert das System die zuständigen Stellen und kann sogar betroffene Anwohner direkt warnen.
[via handelsblatt.com]

Wettlauf um lukrative Galileo-Dienste beginnt

Montag, Januar 15th, 2007

Die ersten Rückmeldungen von Giove-A haben Symbolcharakter, findet Ralf Willenbrock, Project Manager des IT-Dienstleisters Gedas. „Galileo ist jetzt endgültig mehr als nur eine Idee“, so Willenbrock, der sich seit vier Jahren mit der Technologie beschäftigt. Zumal: Im Januar bekam das europäische Konsortium Galileo Industries von der europäischen Weltraumagentur Esa nun endgültig grünes Licht für die Finanzierung der ersten Projektphase in Höhe von 1, 5 Milliarden Euro.

Nun soll emsig an Galileo-Anwendungen gearbeitet werden. In diesem Jahr allerdings findet das Thema noch in relativ bescheidenen Ausmaßen auf der Cebit statt. Auf einem 60 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand präsentieren sich sieben Firmen und Institutionen, um auf ihre Galileo-Kompetenzen aufmerksam zu machen – darunter Gedas. Das IT-Unternehmen, bis vor kurzem Tochtergesellschaft von Volkswagen, ist Bestandteil eines niedersächsischen Netzwerkes, das im Dreieck zwischen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg die Kompetenz in Sachen Galileo-Anwendungen bündeln will. So sollen nahe des Forschungsflughafens Braunschweig sicherheitskritische Anwendungen zertifiziert werden.
[via handelsblatt.com]