Archive for Oktober, 2006

BMW meint Galileo-Navigation birgt keinen großen Mehrwert

Montag, Oktober 30th, 2006

Das europäische Navigationssystem Galileo bringt laut Ulrich Weimann, Leiter der Abteilung Navigation bei BMW, keine große Veränderung mit sich. Mit den GPS-Daten fänden Navigationssysteme eigentlich das Auslangen, meint Weimann im Interview mit der WirtschaftsWoche.
„Die Auflösung des GPS-Systems ist ausreichend. Mit der nochmals höheren Auflösung von Galileo kann man dann zwar darstellen, auf welcher Fahrspur man über die Autobahn rollt. Aber großen Mehrwert gewinnt man dadurch nicht“, sagt Weimann in der WirtschaftsWoche.

Bei integrierten Navigationssystemen sieht Weimann Chancen in einer „Verbindung mit anderen Assistenzsystemen wie dem Nachtsichtradar“ oder „indem man Kartenmaterial mit Online-Informationen über die Wetterlage, Verkehrszustände oder das Parkplatzangebot.
[via wiwo.de]

Receivers key to Galileo success

Sonntag, Oktober 29th, 2006

Europe’s navigation system requires new receiver designs to make use of the transmissions from its satellite constellation. European industry is developing and supplying receivers for the in-orbit validation of the system.
 
With the launch on 28 December 2005 of GIOVE-A, the first Galileo satellite, Galileo, a joint programme of the European Space Agency and the European Commission, became a reality in space.GIOVE-A allowed Europe to secure the frequencies allocated to Galileo by the International Telecommunications Union and test the new, critical technologies needed for this future, civil satellite navigation system. The main component of the mission is, of course, the satellite built by Surrey Satellite Systems Ltd in the United Kingdom. However, the validation mission would not have been possible without several developments on the ground and, in particular, the equipment that allows reception of the signals transmitted by the satellite.
[full article ESA]

Ideenwettbewerb Galileo-Navigation Masters 2006

Sonntag, Oktober 29th, 2006

Auf der diesjährigen IT-, Medien- und Kommunikationsmesse “Systems” wurde der Gewinner des “Galileo Masters” genannten Preises für die besten Anwendungen zum satellitengestützten Navigationssystem Galileo ausgezeichnet. Der Sieger heißt Connor Keegan und kommt aus Großbritannien.Conor Keegan aus Großbritannien überzeugte die Jury aus rund 80 internationalen Experten mit seiner Anwendung „GeoSynch“. Der von der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen und der “Systems” zum dritten Mal ausgerichtete Ideewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der European Space Agency (ESA) unterstützt. Über 650 Teilnehmer aus ganz Europa reichten seit Bestehen des Wettbewerbs ihre innovativen Anwendungsideen ein. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr innovative Lösungen für die unterschiedlichsten Branchen: Seismografie, Landwirtschaft, Immobilien, Gaming, Logistik und Transportwesen.

Geosynch nutzt das präzise Zeitsignal der Navigationssatelliten, um zur Vorhersage von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Tsunamis beizutragen. Die Zeitsignale werden genutzt, um die Schallgeschwindigkeit unter der Erdoberfläche zu messen. Abweichungen in der Schallgeschwindigkeit weisen auf Veränderungen des Zustands, der Spannung und Zusammensetzung unter der Erdoberfläche hin. Diese Informationen könnten zukünftig als Teil eines Frühwarnsystems genutzt werden. Geosynch kann darüber hinaus auch für die Suche nach Grundwasservorkommen und fossilen Brennstoffen, wie Öl und Gas eingesetzt werden. Durch die Integration des Zeitsignals wird die Suche nicht nur präziser sondern auch kostengünstiger.
[geopoint.de]