Category: Galileo-Infos Deutsch

Die ersten Rückmeldungen von Giove-A haben Symbolcharakter, findet Ralf Willenbrock, Project Manager des IT-Dienstleisters Gedas. „Galileo ist jetzt endgültig mehr als nur eine Idee“, so Willenbrock, der sich seit vier Jahren mit der Technologie beschäftigt. Zumal: Im Januar bekam das europäische Konsortium Galileo Industries von der europäischen Weltraumagentur Esa nun endgültig grünes Licht für die Finanzierung der ersten Projektphase in Höhe von 1, 5 Milliarden Euro.

Nun soll emsig an Galileo-Anwendungen gearbeitet werden. In diesem Jahr allerdings findet das Thema noch in relativ bescheidenen Ausmaßen auf der Cebit statt. Auf einem 60 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand präsentieren sich sieben Firmen und Institutionen, um auf ihre Galileo-Kompetenzen aufmerksam zu machen – darunter Gedas. Das IT-Unternehmen, bis vor kurzem Tochtergesellschaft von Volkswagen, ist Bestandteil eines niedersächsischen Netzwerkes, das im Dreieck zwischen Hannover, Braunschweig und Wolfsburg die Kompetenz in Sachen Galileo-Anwendungen bündeln will. So sollen nahe des Forschungsflughafens Braunschweig sicherheitskritische Anwendungen zertifiziert werden.
[via handelsblatt.com]

Mit 1000 neuen Arbeitsplätzen rechnet Hessens Ministerpräsident Roland Koch im Darmstädter Gründerzentrum für Anwendungen des europäischen Navigationssystems Galileo. Ein Dutzend Existenzgründer hat dort gestern erste Arbeitsergebnisse vorgestellt.Präziser als GPS Die mehrmonatige Anlaufphase ist vorbei, in einem Bürogebäude des europäischen Raumfahrtkontrollzentrums Esoc in Darmstadt haben Jungunternehmer schon erste wirtschaftliche Anwendungsideen für Galileo-Navigation ausgetüftelt und gestern beim Besuch des Ministerpräsidenten präsentiert. Dazu gehört das fußballgroße Modell einer Boje, die, auf Flüssen ausgesetzt, exakte Daten über Pegelstand und Hochwassergefahr liefert. Ein anderes Unternehmen will bei der diesjährigen documenta-Kunstschau in Kassel satellitengestützte mobile Navigationshandys als multimedialen Reiseführer für Touristen einsetzen. Auch ein System zur genauen Bodenvermessung bei gleichzeitiger Datenübertragung in Ingenieurbüros ist im Gründerzentrum schon entwickelt. Koch rechnet bis Jahresende mit bis zu 20 Gründerfirmen, die später jeweils 50 bis 100 Mitarbeiter beschäftigen.
[ganzer Artikel wormser Zeitung]

Am Donnerstag hat Ministerpräsident Roland Koch das Galileo-Gründerzentrum Cesah eröffnet, dort sollen Firmen Anwendungen für den europäischen Navigationssatelliten entwickeln. Das Handy als Stadtführer, die präzise Vorhersage von Hochwasser, die Aufnahme von Verkehrsunfällen und Verarbeitung dieser Daten per Software: Wenn das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo ab 2010 einsatzfähig ist, soll es dem Menschen in vielen Bereichen das Leben erleichtern. Geht es nach dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), wird Darmstadt „einer der wichtigsten Punkte für Satellitennavigation” europaweit. Möglich machen soll es das am Donnerstag offiziell in Betrieb genommene Centrum für Satellitennavigation Hessen (Cesah), das die Wirtschaft über Galileo informieren und Gründern durch finanzielle sowie fachliche Unterstützung die Entwicklung einsatzfähiger Produkte auf Galileo-Basis ermöglichen soll.

Cesah ist das einzige Galileo-Gründerzentrum der ESA in Deutschland. In Oberpfaffenhofen und Braunschweig gibt es noch weitere Gründerzentren, die allerdings andere Schwerpunkte haben.

In seiner Rede betonte Koch, dass Galileo ein zentrales Anliegen der hessischen Landesregierung sei. So ist das Land Hessen mit 40 Prozent größter Cesah-Gesellschafter, die ESA wichtigster Kooperationspartner. Derzeit teilen sich beide die Anschubfinanzierung in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Durch Projekte mit der Wirtschaft sowie durch die Teilnahme an Förderprojekten soll Cesah zunehmend eigene Umsätze erwirtschaften.
[echo-online.de]

Das im äußersten südlichen Zipfel Bayerns gelegene Berchtesgarden, ist um eine Attraktion reicher. Auf vier Berggipfeln rund um den Marktort wurden Signalgeber des geplanten neuen Satellitennavigationssystems „Galileo“ installiert; sie simulieren Satellitensignale zum Test von Endgeräten, mit deren Hilfe später Autofahrer und andere Nutzer des Systems ihren genauen Standort auf den Meter genau bestimmen können. Die neue „Galileo Test- und Entwicklungsumgebung“ (GATE) der Firma IfEN GmbH wurde am gestrigen Donnerstag um 14:30 Uhr in Betrieb genommen. Erstmals wurden damit Galileo-Signale im freien Feldversuch empfangen. Die Signale kamen von den um Berchtesgaden aufragenden Berggipfeln des Grünstein, dem Hirschkaser, dem Kehlsteinhaus und dem Stöhrhaus. Das Signal wurde von einem Empfangsgerät im Nationalparkhaus aufgefangen und das Ergebnis in Form der genauen Antennenposition den staunenden Besuchern präsentiert.
Ab Anfang Mai 2007 soll für andere Anwender der Testbetrieb der Anlage in Berchtesgaden anlaufen. Beispielsweise sollen dann Busse in Berchtesgaden satellitengesteuert mit Hilfe von Galileo-Daten gesteuert werden können. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Satellitennavigationssystems Galileo wird nicht vor 2010 gerechnet. Bis dahin sollen noch 30 Satelliten ins All geschossen werden. Bis es so weit ist, können Endgerätehersteller ihre Empfangsanlagen im Berchtesgadener Land testen.

Den Testbetrieb will das DLR im Februar gemeinsam mit ausgewählten Unternehmen beginnen. Von Mai an soll das rund 65 Quadratkilometer große Gebiet dann für alle interessierten Firmen offen sein. Für eine Gebühr von bis zu 18.400 Euro pro Woche können sie testen, wie Software, Geräte und Anwendungen mit den Galileo-Signalen zurecht kommen. “Wenn Sie in dieser Umgebung navigieren können, wissen Sie, dass es auf der ganzen Welt funktioniert”, so Jacquemot.
[via heise.de]

Die Europäische Union errichtet ein Globales Satellitennavigationssystem (GNSS), das aus
GALILEO und Egnos besteht und eine Reihe von Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungsdiensten
bereitstellen wird.
Der Nutzen dieser Technologie wurde mit dem US-amerikanischen Global Positioning
System (GPS) bereits unter Beweis gestellt. Ständig werden weitere Anwendungen
entwickelt, die alle Lebensbereiche und alle Sektoren der Weltwirtschaft betreffen. Der Markt
für Produkte und Dienstleistungen wird nach Schätzungen bis 2025 ein Volumen von
400 Mrd. EUR erreichen.
Zweck dieses Grünbuchs, das sich an alle Beteiligten richtet, ist die Eröffnung einer
Diskussion über die Möglichkeiten des öffentlichen Sektors bei der Schaffung eines
angemessenen politischen und rechtlichen Rahmens, mit dem die Entwicklung von
Anwendungen der Satellitennavigation unterstützt wird und der über die finanzielle
Unterstützung der Forschung und die Infrastrukturerrichtung hinausgeht.
GALILEO ist ein Vorzeigeprojekt der europäischen Raumfahrtpolitik. Diese Politik bezweckt
unter anderem die Erfüllung der Bedürfnisse der Bürger, die Unterstützung anderer EUPolitikbereiche,
die Konzentration auf Anwendungen der Raumfahrt und die Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit Europas. GALILEO ist das perfekte Instrument zur Erreichung dieser
Ziele.

Hier gehts zum Grünbuch der europäischen Union!

Galileo-Kontrollzentrum soll Investitionen nach Tschechien bringen - Experten hoffen auf 100.000 neue Jobs in Europa durch neues Satelliten-Navigationssystem

Die tschechische Regierung hat eindringlich an den deutschen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) appelliert, ihre Bewerbung um einen Standort für das EU-Satelliten-Navigationssystem Galileo zu unterstützen. Tiefensee habe am Dienstag in Prag jedoch nicht zusagen wollen, die Ansiedelung eines solchen Kontrollzentrums zu unterstützen, sagte Tschechiens konservativer Regionalminister Petr Gandalovic (ODS).
[derstandard.at]

Interessenten haben vier Monate die Gelegenheit, sich zur Entwicklung der neuen Generation von weltweiten EU-Kosmosdiensten zu äußern.Die EU-Kommission hat heute ein Grünbuch zu künftigen Anwendungen der Galileo-Satellitennavigation vorgelegt. Damit bekommen alle Interessenten vier Monate die Gelegenheit, sich zur Entwicklung der neuen Generation von weltweiten EU-Kosmosdiensten zu äußern. Dazu gehören auch die LKW-Flottennavigation sowie Telematikdienste für die Verkehrssicherheit und Lenkung von Verkehrsströmen. Mit dem Dokument zur Konsultation der Öffentlichkeit soll der Rahmen für hochpräzise EU-Dienstleistungen aus dem Orbit abgesteckt werden.

Zugleich sucht die Kommission nach neuen Wegen zur Nutzung des Galileo-Systems. Es soll laut Grünbuch für Ortungs- und Navigationsdienste ab 2011 betriebsbereit sein, was ursprünglich schon für 2008 vorgesehen war. Die Themenpalette des Dokuments reicht von sensiblen Fragen wie Datenschutz bis zu rechtlichen Bedingungen. Im September 2007 will die Kommission die Ergebnisse der Debatte zusammenfassen und auf ihrer Grundlage einen Aktionsplan erstellen. Praktische Maßnahmen will sie 2008 vorschlagen. Bislang befindet sich in der Umlaufbahn lediglich ein Versuchssatellit, dem 2007 ein zweiter folgen soll.
[verkehrsrundschau.de]

Die EU hofft auf öffentliche und private Vorschläge für die Nutzung des Satelliten-Navigationssystems Galileo.   
Die Europäische Union hat am Freitag eine öffentliche Konsultation für die mögliche Nutzung des Satelliten-Navigationssystems Galileo gestartet.

Galileo wird in Konkurrenz zum US-System GPS errichtet und kostet rund 3,6 Mrd. Dollar. Laut Zeitplan soll das System bis 2011 einsatzbereit sein und dann unter anderem für Verkehrsnavigation, Wettervorhersagen und finanzielle Transaktionen genutzt werden.

Neue Anwendungen für Galileo
Mit der öffentlichen Konsultation, die vier Monate dauern soll, hofft die EU, dass private wie auch öffentliche Stellen die Liste an Einsatzmöglichkeiten erweitern und die Regulierung sowie mögliche Datenschutzbedenken diskutieren.

“Galileo bedeutet eine einzigartige Chance für neue Anwendungen, Wirtschaftswachstum und neue Jobs”, so EU-Verkehrskommisar Jacques Barrot.
[ganzer artikel orf.futurezone]

Am Donnerstagnachmittag hielten Journalisten und Technikexperten aus aller Welt den Atem an. Im Nationalpark-Haus in Berchtesgaden sollte der weltweit erste Positionierungsversuch mit Galileo-Signalen über die Bühne gehen. Und tatsächlich, der blinkende Punkt auf dem Bildschirm zeigte den Standort zentimetergenau an. »Das ist ein unglaublich wichtiges Technologieprojekt. Mit GATE haben wir die besten Voraussetzungen, das Berchtesgadener Land zu einer Hightech-Region zu machen«, freute sich Landrat Georg Grabner. Auch Dr. Günter Heinrichs von der ifEN GmbH verbarg seinen Enthusiasmus nicht: »Das ist ein Meilenstein. So etwas hat es auf der ganzen Welt noch nie gegeben«. Landrat Grabner sprach von einem »Thema, das uns alle im Landkreis bewegt, von Süden bis Norden«.
[ganzer Artikel]

Das europäische Satelliten-Navigationsprojekt Galileo hat einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht: Im bayerischen Oberpfaffenhofen wurde vor kurzem der Grundstein für das Kontrollzentrum gelegt. Der Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Sigmar Wittig äußert sich erfreut über den erreichten Fortschritt: “Mit der heutigen Grundsteinlegung erfolgt der erste wichtige praktische Schritt hin zu einer europäischen Eigenständigkeit im Bereich der satellitengestützten Navigation.” Misslich ist nur, dass das ambitiöse europäische Vorhaben seinem Zeitplan schon um Jahre hinterherschleicht.

Galileo ist das europäische Gegenstück zum US-amerikanischen Global Positioning System (GPS). Europa erhofft sich von der Satelliten-Navigation ein großes Geschäft. Durch Galileo sollen bis zum Jahr 2020 rund 130.000 bis 180.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Gesamtertrag wird auf 74 Milliarden Euro geschätzt.

Im Endzustand wird Galileo aus 30 Satelliten, 50 Bodenstationen und zwei Kontrollzentren bestehen. Die ersten 4 Satelliten sollten eigentlich schon Ende 2005 auf ihrer Position im Weltall sein. Auch ein Kontrollzentrum und 25 Bodenstationen hätten längst schon im Betrieb sein sollen. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass dies nicht vor 2008 zu schaffen ist. Mit dem vollständigen System kann nicht vor 2011 gerechnet werden. Bislang hat aber gerade mal ein Testsatellit - Ende 2005 - die Erde verlassen. Viel später hätte er nicht abfliegen dürfen, sonst hätte es Schwierigkeiten gegeben: Ohne sendenden Satelliten wäre die Reservierung der Galileo-Funkfrequenzen bei der Internationalen Fernmeldeunion im Juni abgelaufen. Auch der Abflug des zweiten Testsatelliten ist bereits zweimal verschoben worden. Der Start ist nun für Frühjahr 2007 geplant.
[ganzer artikel taz.de]

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