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| Galileo-Navigation ARCHIV |
Dezember05-März06 |
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Heute Morgen hat eine russische Sojus-Fregat-Rakete in Baikonur (Kasachstan) den ersten Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo erfolgreich in den Orbit gebracht. Nach dem gegenüber der ursprünglichen Planung um zwei Tage verschobenen Start um 6:19:08 MEZ klappte kurz nach 10 Uhr auch die Abtrennung des Satellitens GIOVE A von der Rakete. Die Fregat-Kontrollstation hat damit ihre Aufgabe erledigt, es übernahm dann die Herstellerfirma des mit Bau und Betrieb von GIOVE-A beauftragten Unternehmens Surrey Satellite Technology Ltd. im britischen Guildford. Der Satellit hat seine erste Lebensmeldung ausgesendet und befindet sich derzeit im Testbetrieb im mittleren Orbit. Der nächste Job wird die Entfaltung der Solarflügel sein. Wenn alles nach Plan verläuft, wollen die britischen Ingenieure gegen 13:51 den Satelliten auf seiner mittleren Erdumlaufbahn in 23 222 km Höhe in Betrieb nehmen. Später wird dann GIOVE A zusammen mit den anderen Galileo-Satelliten vom Kontrollzentrum der (DLR) in Oberpfaffenhofen und vom italienischen Fucino aus betreut werden.
Eine der Hauptaufgaben des auf den Namen Giove-A getauften Satelliten ist die Sicherung der Frequenzbänder für den Galileo-Betrieb: Bis Juni 2006 muss die ESA nachweisen, dass sie die von der International Telecommunications Union (ITU) für Galileo reservierten Funkfrequenzen tatsächlich nutzen kann. Auch sollen im Rahmen des Testprogramms Galileo System Test Bed (GSTB) die genauen Umlaufbahnen der für die Testphase vorgesehenen Satelliten ermittelt sowie die Rubidium-Atomuhren an Bord und die Signalübertragung mittels zweier paralleler Übertragungskanäle unter Weltraumbedingungen getestet werden. Der neue Starttermin sei "recht stabil", war von der ESA zu vernehmen, was allerdings auch bedeuten kann, dass der Liftoff womöglich erst im kommenden Jahr erfolgen wird. 19.Dezember 2005 Konkrete ESA-Ziele sind außerdem das GMES-Programm (Global Monitoring for Environment and Security), dessen Satelliten den politischen Entscheidungsträgern ab 2008 erste Umwelt- und Sicherheitsinformationen liefern sollen. Das Programm stellt zudem den europäischen Beitrag zum Global Earth Observation System of Systems GEOSS dar. Schon früher, nämlich am 26. Dezember, startet der erste Satellit des ebenso strategisch angelegten Galileo-Navigationsystems. Die ESA wählte das bayrische Oberpfaffenhofen kürzlich zum Standort für eines der zwei Hauptkontrollzentren der europäischen GPS-Alternative. Das Sonnensystem und Leben außerhalb der Erde (Exobiologie) will die ESA unter anderem mit dem ExoMars-Programm erforschen. Dazu soll 2011 eine Robotersonde zum Mars befördert werden – je nach Finanzlage durch einen einfachen Transporter oder einen marsumkreisenden Orbiter. Letzterer würde zwar als Zwischenstation für die Funkübertragung fungieren können, aber auf Grund der Größe ein teures Startsystem wie die Ariane V benötigen. Auf ihrer Konferenz in Berlin beschlossen die Minister außerdem,
den ESA-Wissenschaftsetat von derzeit 400 Millionen Euro in den kommenden
fünf Jahren jeweils um 2,5 Prozent zu erhöhen. Das Gesamtbudget
der europäischen Weltraumagentur beträgt momentan etwa 8,4 Milliarden
Euro. Deutschland erhält zudem ein Performance-Center für die Qualitätskontrolle und ist über das neue Konsortium TeleOp, dem die Telekom-Tochter T-Systems, der kommerzielle Zweig des DLR, das Raumfahrtunternehmen EADS und mit einem kleineren Anteil die bayerische Förderbank angehören, mit im Rennen um die endgültige Vergabe des Konzessionsvertrags, der im kommenden Jahr unterzeichnet werden soll. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Meetings", sagte Bachem im Gespräch mit heise online. Für Deutschland gebe es jetzt keine Veranlassung mehr, weitere Gelder für das Galileo-Projekt einzufrieren. Bei dem Treffen unter Leitung des früheren EU-Kommissars Karel Van Miert in Brüssel nahmen die jetzt acht Industriepartner sowie politische Vertreter der fünf größten EU-Mitgliedsländer teil. Als weiteres Ergebnis der Verhandlungen wurde festgelegt, dass Spanien ein Back-Up-Kontrollzentrum erhält und die Verantwortung für das so genannte Safety-of-Life-Signal (SoL) übernimmt. Hauptmerkmal dieses Dienstes ist die Bereitstellung zusätzlicher Integritätsdaten (zum Beispiel in Form einer digitalen Signatur) über separate Frequenzen in den Bändern E5a+E5b und L1. Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber nannte die Entscheidung
unterdessen einen "Riesenerfolg für Bayern". Das jahrelange
Engagement der bayerischen Staatsregierung habe sich gelohnt. Durch die
in Bayern angesiedelten wichtigen Bausteine des Satelliten-Navigationssystems
würden neue Arbeitsplätze entstehen. "Ich bin überzeugt,
dass dies in Zukunft viele weitere Unternehmen anziehen wird", sagte
Huber in einer Stellungnahme. Das DLR rechnet damit, dass mit der Standortentscheidung
100 neue Arbeitsplätze im Kontrollzentrum und eine große Zahl
zusätzlicher Arbeitsplätze im regionalen Umfeld entstehen. Neben dem Satellitennavigationssystem Galileo sei GMES das zweite Vorzeigeprojekt der europäischen Weltraumpolitik. Der für Unternehmen und Industrie zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen meint, "dank GMES werden wir besser auf Naturkatastrophen reagieren können. Gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie gestärkt". 230 Millionen Euro hat die EU-Kommission zusammen mit der Raumfahrtagentur ESA in das Programm gesteckt. Insgesamt wird das Projekt voraussichtlich von 2006 bis 2013 2,3 Milliarden Euro kosten. Die EU-Kommission hat nun ein Papier als PDF-Datei online gestellt, in dem sie ihre Pläne umreißt. Es gebe angesichts der Natur- und von Menschenhand gemachten Katastrophen einen gestiegenen Bedarf für GMES, heißt es darin. Dazu kämen auch sicherheits- und verteidigungspolitische Interessen. Beispielsweise könnten mit GMES die Bewegungen von Fangschiffen auf den Meeren überwacht oder ein Tsunami-Frühwarnsystem installiert werden. Das System soll zunächst auf bestehende Kapazitäten aufbauen. Außerdem will sich die EU an einem System für Afrika (AMESD) beteiligen und führt unter anderem Gespräche mit den USA, Russland und China. 10.November 2005 Eine der Hauptaufgaben des vom britischen Unternehmen Surrey Satellite Technology Ltd. gebauten Satelliten ist die Sicherung der Frequenzbänder für den Galileo-Betrieb: Bis Juni 2006 muss die ESA nachweisen, dass sie die von der International Telecommunications Union (ITU) für Galileo reservierten Funkfrequenzen tatsächlich nutzen kann. Auch sollen im Rahmen des Testprogramms Galileo System Test Bed (GSTB) die genauen Umlaufbahnen der für die Testphase vorgesehenen Satelliten ermittelt, sowie die Rubidium-Atomuhren an Bord und die Signalübertragung mittels zweier paralleler Übertragungskanäle unter Weltraumbedingungen getestet werden. Die Signale von Giove-A werden auch für die GPS-Erweiterung EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) genutzt. Die niederländische Verkehrsministerin Carla Peijs taufte den bislang
unter der Bezeichnung GSTB-V2/A geführten Experimentalsatelliten
am gestrigen Mittwoch im "European Space Research and Technology
Centre" (ESTEC) der ESA in Noordwijk auf den einprägsameren
Namen Giove-A. Giove (ein Akronym für "Galileo In-Orbit Validation
Element" und italienisch für "Jupiter") soll an den
Namensgeber des europäischen Navigationssystems, Galileo Galilei,
erinnern, der im Jahr 1610 mit seinem Teleskop vier (Io, Europa, Ganymed
und Kallisto) der mehr als 60 Monde des Jupiter entdeckt hatte. Der Streit um zusätzliche Gelder für Galileo hat sich unterdessen etwas entspannt, nachdem die ESA eine Zwischenfinanzierung für die Startphase des Projekts in Höhe von nahezu einer Milliarde Euro übernommen hatte. Die Zwischenfinanzierung war nötig geworden, weil unter anderem Deutschland die Zahlungen für Galileo Mitte Oktober blockiert hatte. So besteht Deutschland – das sich bislang mit rund einer halben Milliarde Euro an den Anlaufkosten beteiligt hat – unter anderem darauf, dass das Galileo-Hauptkontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen angesiedelt wird. Inzwischen haben jedoch auch Italien, Frankreich und Spanien Ansprüche auf das Filetstück im Galileo-Konzept angemeldet. Die Befürchtung, deutsche Unternehmen könnten bei Galileo künftig lediglich eine Nebenrolle spielen, kam nach der Entscheidung, dass die Industriekonsortien Eurely – wo spanische, französische und italienische Firmen den Ton angeben – und iNavSat (EADS, Thales, Inmarsat) den Aufbau des Satellitensystems künftig gemeinsam betreiben wollen, statt als Konkurrenten aufzutreten. Der spätere Konzessionär erhält für 20 Jahre die Vermarktungsrechte des Galileo-Systems, muss dafür aber Zweidrittel der Kosten für den Aufbau sowie die Betriebskosten übernehmen. Der endgültige Konzessionsvertrag soll jetzt im zweiten Quartal des kommenden Jahres unterzeichnet werden. 09.November 2005 Bereits im Frühjahr hatte Stolpe damit gedroht, den deutschen Anteil von rund 20 Prozent an zusätzlichen Anlaufkosten in Höhe von zirka 430 Millionen Euro einzufrieren. Frisches Geld benötigt vor allem die für den Bau der Galileo-Testsatelliten verantwortliche Galileo Industries, in der führende europäische Raumfahrtunternehmen zusammengeschlossen sind. "In spätestens drei Wochen geht uns das Geld aus", zitiert das Handelsblatt unternehmensnahe Kreise von Galileo Industries. Hintergrund der Zahlungsweigerung Deutschlands sind industriepolitische Machtkämpfe um die Verteilung künftiger Kompetenzen und wichtiger Galileo-Standorte. So besteht Deutschland -- das sich bislang mit rund einer halben Milliarde Euro an den Anlaufkosten beteiligt hat -- unter anderem darauf, dass das Galileo-Hauptkontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen angesiedelt wird. Inzwischen haben jedoch auch Italien, Frankreich und Spanien Ansprüche auf das Filetstück im Galileo-Konzept angemeldet. "Wir wollen eine faire Lösung für alle Beteiligten. Deutschland wird aber nicht mit seinem Beitrag nur die Luft- und Raumfahrtindustrie in Südeuropa und Frankreich finanzieren", sagte Verkehrsminister Stolpe. Die Befürchtung, deutsche Unternehmen könnten bei Galileo lediglich eine Nebenrolle spielen, kam nach der überraschenden Entscheidung, dass die Industriekonsortien Eurely -- wo spanische, französische und italienische Firmen den Ton angeben -- und iNavSat (EADS, Thales, Inmarsat) den Aufbau des Satellitensystems künftig gemeinsam betreiben wollen, statt als Konkurrenten aufzutreten. Der spätere Konzessionär erhält für 20 Jahre die Vermarktungsrechte des Galileo-Systems, muss dafür aber Zweidrittel der Kosten für den Aufbau des 30 Satelliten umfassenden Systems sowie die Betriebskosten übernehmen. Das Satellitensystem soll in der Telekommunikation, im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie für Energie- und Umweltanwendungen eingesetzt werden. Ende 2005 soll der erste Galileo-Testsatellit ins All geschossen werden,
dem bis 2006 drei weitere folgen. Spätestens im Jahr 2008 sollen
jeweils zehn Satelliten auf drei verschiedenen Umlaufbahnen die Erde umkreisen.
Insgesamt rechnet man in Industrie- und Politikkreisen damit, dass Galileo
mehrere hunderttausend Arbeitsplätze schaffen wird. Die potenziellen
Umsätze werden im zweistelligen Milliardenbereich angesiedelt. Im Dezember soll der erste Galileo-Satellit vom kasachischen Baikonur aus mit einer russischen Sojus-Rakete auf seine Umlaufbahn knapp 24.000 Kilometer über der Erde geschossen werden. Ab 2008 sollen dann insgesamt 30 Satelliten (27 werden für den Betrieb benötigt, 3 stehen als Reserve zu Verfügung) auf drei verschiedenen Umlaufbahnen (Medium Earth Orbits, MEOs) die Erde umkreisen. Hauptaufgabe der Experimental-Satelliten ist unter anderem die Sicherung der Frequenzbänder für den Galileo-Betrieb. Auch sollen die genauen Umlaufbahnen der für die Testphase vorgesehenen Satelliten ermittelt und die neuen Atomuhren unter Weltraumbedingungen getestet werden. Vor dem Start ins All müssen die Experimental-Satelliten im Rahmen
des so genannten Galileo System Test Bed (GSTB) auf der Erde jedoch beweisen,
dass sie gegenüber Kälte, Vakuum und Vibrationen resistent sind.
Auch wird festgestellt, ob ihre Funktionen durch Radiosignale oder elektrische
Interferenzen beeinträchtigt werden. Mit speziellen Apparaturen werden
dazu Bedingungen simuliert, wie sie bei einem Raketenstart oder im All
herrschen. 27.Juni 2005 Eigentlich wollte sich die GJU -- ein Gemeinschaftsunternehmen von EU und ESA (European Space Agency) -- schon Anfang März für einen der beiden verbliebenen Bewerber entscheiden. Weil beide Offerten sich nach GJU-Angaben jedoch nur unwesentlich voneinander unterschieden, wurde die Angebotsfrist um weitere drei Monate verlängert. Im Zuge der Nachverhandlungen schmiedeten iNavSat und Eurely dann konkrete Pläne über eine Zusammenarbeit, die schließlich in der Abgabe des gemeinsamen Angebots mündeten. Dieses habe sich in dem Auswahlverfahren als das Beste herausgestellt, teilte die GJU jetzt mit (PDF-Datei). Die Bundesregierung befürchtet unterdessen, dass Frankreich, Spanien und Italien das Galileo-Projekt bei einer Fusion industriepolitisch dominieren könnten und drohte unlängst sogar mit dem Einfrieren von Anlaufkosten in Höhe von 80 Millionen Euro. "Als größter Beitragszahler des Galileo-Projekts ist Deutschland nicht nur am wirtschaftlichen Systembetrieb, sondern auch an einer angemessenen Beteiligung der deutschen Industrie an Galileo interessiert. Es bleibt deshalb bei unserer unverzichtbaren Forderung nach einem adäquaten industriellen Rückfluss nach Deutschland beim Galileo-Aufbau und -Betrieb", sagte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe nach Bekanntgabe der GJU-Entscheidung. 23.Mai 2005 Anfang März hatte die für den Konzessionswettbewerb zuständige Galileo Joint Undertaking (GJU) den Bieterprozess um die Betreiberkonzession um weitere drei Monate verlängert. Die Angebote des iNavSat-Konsortiums (an dem unter anderem der europäische Raumfahrtkonzern EADS, die französische Thales Gruppe sowie Inmarsat Ventures aus England beteiligt sind) und des südeuropäischen Mitbewerbers Eurely (Alcatel, Finmeccanica, Hispasat, Aena) seien zu ähnlich, hieß es damals, weshalb eine Entscheidung für einen der Bewerber zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sei. Im Zuge der Nachverhandlungen war dann durchgesickert, dass es Pläne über eine Zusammenarbeit beider Konsortien beim Aufbau des Satellitensystems gibt. Stolpe besteht laut Handelsblatt zudem darauf, dass Deutschland wichtige Galileo-Standorte wie das Hauptkontrollzentrum zugesprochen bekommt. Der spätere Konzessionär erhält für 20 Jahre die Vermarktungsrechte des Galileo-Systems, muss dafür aber Zweidrittel der mit mehr als zwei Milliarden Euro veranschlagten Kosten für den Aufbau des 30 Satelliten umfassenden Systems sowie die Betriebskosten übernehmen. Von öffentlicher Seite wird die Aufbauphase mit 700 Millionen Euro unterstützt. Auch die bisherigen Vorlaufkosten von rund einer Milliarde Euro kamen aus Staatshaushalten. Ende 2005 soll der erste Galileo-Testsatellit ins All geschossen werden, dem bis 2006 drei weitere folgen. Spätestens im Jahr 2008 sollen dann jeweils zehn Satelliten auf drei verschiedenen Umlaufbahnen die Erde umkreisen. 21.März 2005 Konfusion um Zuschlag für europäisches Satellitennavigationssystem
Galileo Die EU-Kommission gab inzwischen bekannt, dass die für den Konzessionswettbewerb zuständige Galileo Joint Undertaking (GJU) die Angebote von iNavSat und dem südeuropäischen Mitbewerber "Eurely" (Alcatel, Finmeccanica, Hispasat, Aena) geprüft und für "qualitativ hochwertig" befunden habe. Da beide Angebote aber nur sehr geringe Unterschiede aufwiesen, sei eine Entscheidung für einen der Bewerber zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Vielmehr werde die GJU in den kommenden drei Monaten parallel mit beiden Konsortien verhandeln und eruieren, "ob im Interesse des Galileo-Projekts Nachbesserungen der Offerten möglich sind". Ein zeitlicher Verzug des Gesamtprojekts entstehe dadurch nicht. iNavSat selbst hatte auf seiner Website heute mitgeteilt, dass man zum "Preferred Bidder" ernannt worden sei, diese Meldung aber kurze Zeit später wieder entfernt. Der spätere Konzessionär erhält für 20 Jahre die Vermarktungsrechte des Galileo-Systems, muss dafür aber Zweidrittel der mit 2,5 Milliarden Euro veranschlagten Kosten für den Aufbau des 30 Satelliten umfassenden Systems sowie die Betriebskosten übernehmen. Von öffentlicher Seite wird die Aufbauphase mit 700 Millionen Euro unterstützt. Auch die bisherigen Vorlaufkosten von rund einer Milliarde Euro kamen aus Staatshaushalten. Das Satellitensystem soll in der Telekommunikation, im Straßen-, Schienen und Luftverkehr sowie für Energie- und Umweltanwendungen eingesetzt werden. Ende 2005 soll der erste Galileo-Testsatellit ins All geschossen werden, dem bis 2006 drei weitere folgen. Spätestens im Jahr 2008 sollen jeweils zehn Satelliten auf drei verschiedenen Umlaufbahnen die Erde umkreisen. Positionsbestimmungen sollen mit Galileo genauer und zuverlässiger sein, als dies heute mit dem US-amerikanischen Pendant GPS (Global Positioning System) möglich ist. Gebaut werden die vier Testsatelliten von der im bayerischen Ottobrunn und in Rom ansässigen Galileo Industries. Das Unternehmen rechnet sich auch gute Chancen aus, vom späteren Konzessionär Anschlussaufträge für den Bau der restlichen Satelliten zu erhalten. Insgesamt rechnet man in Industrie- und Politikkreisen damit, dass Galileo mehrere hunderttausend Arbeitsplätze schaffen wird. Die potenziellen Umsätze werden im zweistelligen Milliardenbereich angesiedelt.
Beide Seiten haben sich auf die technischen Standards für GALILEO geeinigt. Diese Standards tragen durch eine Änderung der Sendefrequenz für das Signal auch der Forderung der USA Rechnung, dass die militärischen Sicherheitserfordernisse gewahrt bleiben. Das endgültige Abkommen, das in Grundzügen bereits im Februar 2004 erzielt worden war, wurde durch juristische Dokumente ergänzt und am 26. Juni 2004 bei einem Treffen von Vertretern der USA und der EU unterzeichnet. Die Ratifizierung erfolgte durch den Außenminister der USA, Colin Powell, die EU-Kommissarin Loyola de Palacio, sowie den irischen Außenminister Brian Cowen. Brasilien zeigt Interesse an Galileo Eine Delegation der Europäischen Kommission plant jedenfalls, Brasilien
Ende Februar bzw. Anfang März dieses Jahres zu besuchen, um mit den
entsprechenden öffentlichen Stellen sowie der nationalen Industrie
über eine mögliche Beteiligung an GALILEO näher zu diskutieren.
Das Ziel dieser Website ist die Bereitstellung der neuesten Informationen über die Implementierung des EGNOS-Systems, das Monitoring der EGNOS-Performance, das experimentelle EGNOS-Signal, das Testen von EGNOS-Empfängergeräten, sowie die Entwicklung von EGNOS-gestützten Dienstleistungen und Anwendungen. Die Adresse der EGNOS-Website lautet www.esa.int/navigation/egnos-pro. Wo der Wörthersee am schönsten ist, schiebt sich eine kleine Halbinsel in den See, zur Linken und zur Rechten gesäumt vom traditionsreichen Badeort Pörtschach. Pension Sonnblick in Poertschach am Woerthersee |