
Das Satellitennavigationssystem Galileo startet mit der Tesphase. Der deusche Verkehrsminister Peter Ramsauer hat am Freitag die erste Testregion in Bertesgarden in Betrieb genommen. Bei dem Testbetrieb erproben Entwickler und Techniker unter realen Bedingungen den Einsatz und Anwendungsmöglichkeiten von Galileo. Insgesamt wurden acht Sendemasten in Betrieb genommen diese strahlen genau das Signal aus das auch in einigen Jahren Galileo ausstrahlt. Weitere gute Nachrichten kommen vom angeblichen Start von Galileo, man hofft jetzt das man Anfang 2014 den Einsatz in ganz Europa starten kann. Warum ist Galileo so wichtig für die EU? Man will unabhängig sein von den USA mit dem GPS System. Ausserdem ist das Galileo System viel genauer und kann im durch präzise Navigation - zum Beispiel nach Naturkatastrophen - Leben gerettet werden, indem sich Einsätze genauer und schneller koordinieren und durchführen lassen sagte Johann-Dietrich Wörner, Vorstandschef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
In der Testregion GATE in Berchtesgaden übermitteln acht Sendestationen - die sogennanten Pseudolites - von den Berggipfeln des Grünstein, Hirschkaser, Rauhenkopf, Hochthron, Kneifelspitze, Kehlstein, Brettgabel und Jenner Signale, die konform zu denen der ab 2014 im Erdorbit stationierten Galileo-Satelliten sind. Technisches Hauptmerkmal von GATE ist der sogenannte Virtual Satellite-Betriebsmodus (VSM). Dabei ändern die Sendestationen Signalfrequenz und -phase so, wie sie ein Beobachter von acht das Testgebiet überfliegenden Satelliten empfangen würde. Somit steht den Empfangsgeräten und Anwendungen im Testgebiet ein Signal zur Verfügung, das sich - abgesehen von der Ausbreitungsrichtung - von einem “echten” Galileo-Satellitensignal nicht mehr unterscheiden lässt. Dabei sind diese Galileosignale wegen der geringen Leistungsstärke für den Menschen im Berchtesgadener Land völlig unbedenklich. Mobiltelefonierende sind im Vergleich dazu einer 10.000 mal stärkeren elektromagnetischen Belastung ausgesetzt.
Das GATE-System berücksichtigt auch die Dynamik des Nutzers sowie die berechneten Satellitenbewegungen. Zusätzlich können natürliche Einflussfaktoren - zum Beispiel Einflüsse durch Iono- oder Troposphäre - simuliert sowie Signalarten und -stärke nach Bedarf verändert werden. Damit entsteht eine realitätsnahe Testumgebung. GATE stellt außerdem mehrere, auf unterschiedliche Anwender zugeschnittene Betriebsarten zur Verfügung. So kann Galileo beispielsweise Leben retten: Nach Unglücksfällen wie Lawinenabgängen oder Erdbeben ist der Zeitraum von der ersten Meldung des Unglücks bis zur Bergung eines Verschütteten für dessen Überleben entscheidend.
Mit Hilfe des Galileo-SAR-Dienstes (Search and Rescue) kann eine Unglücksmeldung beinahe in Echtzeit an eine Notfallzentrale in der Nähe des Unglücksortes weitergegeben werden. Der Safety-of-Life-Dienst (SoL) kann dann die Rettungsmannschaften zielgenau zu den georteten Verschütteten führen. Gegenüber derzeitigen Verfahren wird dadurch die Überlebensrate nach einer Naturkatastrophe deutlich erhöht. Im alltäglichen Leben macht Galileo durch garantierte Signalintegrität in Verbindung mit gesteigerter Positionsgenauigkeit das spurgenaue und autonome Führen von Fahrzeugen möglich. Die Anzahl von Verkehrsunfällen mit schwerwiegenden Folgen kann dadurch deutlich reduziert werden.
Der Aufbau der Testumgebungen wurde vom DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziert. Die Berchtesgadener Einrichtung wird von der IFEN GmbH betrieben.
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